Aufwind gegen den Leader – Kloten Flyers gewinngt gegen Genève-Servette 4:1

kloten_genf_000012

Der neue Topskorer, Brokks Laich trifft und trifft. Im sechsten Spiel erzielte die NHL-Verstärkung sein viertes und fünftes Tor. Nach sechs Spielminuten gelingt im das 1:0 für die Gastgeber.

Auffallen – diesmal positiv

 

Die Kloten Flyers hatten dem Leader Genf-Servette die zweite Saisonniederlage zugefügt. vor 4750 Zuschauern setzten sich die Flyers zu Hause mit sauberem Resultat 4:1 durch. Damit gelang den Fliegern eine eindrückliche Rehabilitation für die 3:4 Heimniederlage gegen Biel vom letzten Dienstag. Nicht allein dem Team gelang die Wiedergutmachung, sondern auch der Lockout-Verstärkung Brooks Laich. Der Stürmer der Washington Capitals war gegen Biel wegen seiner 16 Strafminuten aufgefallen. Nun setzte er sich wieder positiv in Szene. Der Kanadier schoss die Tore zum 1:0 in der sechsten Spielminute, sowie das 3:1 in der 49. Spielminute. Laich gelang beim zweiten Treffer Goalie Tobias Stephan aus einem unmöglichen Winkel zu überrumpeln. Der 29-jährige Kanadier ist damit nach sechs Spielen bei fünf Toren und vier Assists angelangt. Für das Game-Winning-Tor zum 2:1 zeichnete in der 29. Spielminute Simon Bodenmann in Unterzahl verantwortlich. Das 4.1 von Denis Hollenstein in der 56. Spielminute war ein Schuss ins leere Tor. Für die Gäste konnte Dan Fritsche in der 27. Spielminute den einzigen Treffer erzielen.

Ein spezieller Gast im Stadion – Felix Hollenstein

Sicher war es ein spezieller Gang für „Fige“, der 27 Jahre lang zu seiner täglichen Routinge gehörte. Zum ersten Mal nach Monaten sass er im Publikum und sah seinen Sohn Denis den letzten Treffer zum 4:1 Sieg gegen den Leader erzielen. Die Rolle als Zuschauer war für Felix Hollenstein sicher befremdlich. Fast drei Jahrzehnte lang war er ein tragendes Mitglied der Kloten Flyers gewesen. Als 20-jähriger Jungspunt, als Flügel, Leader, Captain und später als Nachwuchstrainer, sowie ein einflussreicher Assistent seines ehemaligen Arbeitskollegen Anders Eldebrink. Ende Juni hatte die Verbindung zwischen Club und Clublegende abrupt geendet. In einem kurzen Gespräch eröffnete der neue Geschäftsführer, dass Felix Hollenstein bereits einen Entwurf des Vertrages als Headcoach gesehen habe. Die Gründe wieso es nicht zu einer Unterschrift gekommen ist, bleibt offen und die Gerüchteküche brodelt weiter. Klar ist jetzt, dass die Investoren Philippe Gydoul und Thomas Matter beim Neubeginn einen radikalen Bruch mit der Vergangenheit und der ruinösen Politik ihres Vorgängers Jürg Bicher anstrebten. Zum letzten Opfer Bichers gehörte nun auch Felix Hollenstein. Kein anderer Spieler prägten den Club in den letzten 25 Jahre stärker als er. Ein viertel Jahr hat er sich vor allem um seine Familie und die hundezucht gekümmert. Jetzt drängt es ihn zurück in die Eishockeyszene. „Es kribbelt wieder“. Felix Hollenstein wird beim Wiedereinstieg das tun müssen, was für ihn als Spieler nicht in Frage kam – er muss den Club wechseln. Ein Stück von ihm wird immer in Kloten bleiben auch wenn eine Ära diesen Sommer zu Ende ging.
Kloten Flyers – Genève-Servette 4:1 (0:1, 1:1, 2:0)
Kolping Arena – 4750 Zuschauer
Tore:

6. Spielminute Brooks Laich 1:0
27. Spielminute Dan Fritsche (Simek/Ausschluss Santala) 1:1
29. Spielminute: Bodenmann (Ausschluss Bagnoud) 2:1
49. Spilminute Brooks Laich (Hollenstein) 3:1
56. Spielminute Hollenstein (Ausschluss Sannitz) 4:1 ins leere Tor.
Strafen:
Kloten kassierte 6mal 2 plus 10 Minuten (Sannitz)
Servette 8mal 2 plus 10 Minuten (Rivera)
Mannschaftsaufstellung Genève-Servette:
PostFinance-Topskorer Romy, Stephan, Vukovic, Bezina, Hecquefeuille, Mercier, Weber, Gautschi, Dan Fritsche, Couture, Keller Almond, Fata, Simek, Walker, Rivera, Gerber, Randegger, Friedli
Bemerkungen Gäste:
Ohne Picard, Salmelainen, Paul Savary, Jean Savary und Walsky alle verletzt
Schiedsrichter: Reiber, Levonen, Bürgi und Kehrli
Mannschaftsaufstellung Kloten Flyers:
PostFinance-Topskorer Brooks Laich, Rüeger, Du Bois, Von Gunten, Schelling, DuPont, Steiner, Bagnoud, Bodenmann, Hollenstein, Stancescu, Santala, Bieber, Neher, kreps, Sannitz, Herren, Walser, Leone.
Bemerkungen Kloten:
Ohne Blum, Lemm, Liniger und Stoop alle verletzt, Jenni krank und Lundberg überzähliget Ausländer

Reportage und Bilder: Andrea Derungs