Zittersieg der ZSC Lions gegen SCL Tigers

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Die Lions fletschen die Zähne gegen die SCL Tigers

Das erste Drittel spielte sich praktisch durchwegs vor dem Tor der Tigers ab. Ari Sulander wurde nur wenige Male gefordert und liess keinen Puck passieren. Bereits nach knapp 6 Minuten Spielzeit wurde eine erste Strafe gegen Jan Alston gesprochen, doch die Lions konnten sich gegen das Powerplay der Tigers erfolgreich behaupten. Den ersten Treffer für den ZSC erzielte Jean-Guy Trudel in der 8. Spielminute.
Nach 10 Minuten musste ein Emmentaler auf die Strafbank, doch anders als die Tigers nutzten die Lions die Chance und erhöhten den Spielstand auf 2:0. Der zweite Treffer erfolgte im Powerplay bei geschickt genutztem Durcheinander vor dem gegnerischen Tor, vorbereitet durch Trudel und versenkt von Adrian Wichser.

Die Tigers auf Samtpfoten unterwegs

Auch im zweiten Drittel dominierte der ZSC ganz klar – die Löwen konnten ihre Chancen zwar nicht verwerten, aber hatte erwähnenswerte Tor-Möglichkeiten auf ihren Stöcken. Ganz anders der SCL, dieser hatte praktisch keine Chance zu vergeben. Alles in allem schienen die Tigers eher wie Schmusekätzchen anzumuten, auch wenn sie in diesem Drittel als einzige die Strafbank drücken mussten.

Späte Aufholjagd der Tigers

Nachdem Bastl in der 46. Minute den dritten Treffer für den ZSC ins Lattenkreuz landete, fuhren die Tigers plötzlich ihre Krallen aus und wollten scheinbar kein 3:0 auf sich sitzen lassen. Gleich 2 Treffer innerhalb von knapp zweieinhalb Minuten machten die Tigers alleine mit Sulander aus, denn da war kein Abwehrspieler weit und breit. Den ersten Treffer landete Nick Naumenko mit einem Slapshot, das zweite Tor ging auf das Konto von Cunti. Im Timeout machte der ZSC-Trainer nochmal deutlich: Das passiert, wenn man nachlässig wird. Keep it hot, guys! Und es wurde heiss, denn die Lions konnten durch Petr Seyna nochmals auf 4:2 erhöhen, doch auch die Tigers fletschten die Zähne und holten mit dem Treffer von Brooks zum 4:3 auf, der einen Abpraller von Sulis Schoner verwertete. Die letzten 3 Minuten des Spiels wurden denn auch zur wahren Zitterpartie für die Lions, in der praktisch nur noch das eigene Tor beschützt wurde und fast keine Gegenangriffe mehr gefahren werden konnten. In der letzten Spielminute waren denn auch 6 Tiger gegen 5 Löwen auf dem Eis, aber der ZSC hat am Ende die Partie verdient für sich entscheiden können.

Reportage und Fotos Michelle Brügger