Stahlharte Nerven sichern den Sieg für Lugano gegen die ZSC Lions 6:7

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Im Hallenstadion erzwingen die Löwen in letzter Sekunde die Verlängerung und das anschliessende Penaltyschiessen. ZSC Lions – HC Lugano 6:7 n.P. (3:2/1:2/2:2/0:)

Zu Beginn dieser Partie starteten die Gastgeber powervoll.

Angstgegner oder Sparingpartner?
Der sich sichere ZSC zeigte dem Gast aus dem Tessin unbarmherzig die Grenzen und dominierte die Luganesi nach Belieben. Der Ausgleichstreffer durch Jeff Hamilton beeindruckte die Löwen nicht im geringsten.

Ist der vermeintliche Sieg schon geschafft?

Im zweiten Drittel spielte der HC Lugano klar das bessere Eishockey. Die Luganesi waren immer einen Schritt schneller, pfiffiger und erfolgreicher in den Zweikämpfen. Doch auch die Gastmannschaft durfte sich nicht überlegen fühlen. Obwohl sie das Zepter in diesem Drittel klar führten, gelang dem ZSC überraschenderweise der nächste Treffer. Ein spektakulärer Alleingang zeigte Bärtschi, blockte zuerst einen Nodari Schuss ab, ehe er sich den Puck gegen Nodari und Robitaille an der blauen Linie clever erkämpfte und gegen Aebischer davonzischte. Dieser erneute Vorsprung mit 4:3 hielt aber nicht lange. Im Powerplay schmettert  Robitaille einen Querpass zu Julien Vauclair, welcher den Puck problemlos im halbleeren Tor zum 4:4 versenkt. Sekunden vor dem Schlusspfiff des zweiten Drittels spielt Hamilton aus der Ecke heraus einen flachen Schuss auf Flüelers Tor. Zum ersten Mal in dieser Parie führten die Luganesi mit 4:5.

Die Löwen unter Zugszwang

Im Powerplay beim 5:5 hämmerte Trudel einen Aebischer Abpraller unter die Tor-Latte. Der HC Lugano konnte aber wieder durch Tristan Vauclairs mit 5:6 in Führung gehen.
In der 56. Minute gelang es Peter Sejna, mit einem Ablenker nach 59:48 ein letztes Mal zum 6:6 auszugleichen und eine Verlängerung zu erzwingen.

Das letzte Kapitel dieses Hockeykrimi war noch nicht geschrieben.

Leider konnte diese zusätzliche Spielzeit keine Siegermannschaft hervor bringen. Jetzt musste das Penaltyschiessen über Sieg und Niederlage entscheiden. Hier zeigten die Luganer klar die besseren Nerven. Hamilton, Robitaille und Lemm versenkten ihre Scheiben cool und lässig im Gastgebertor.
Der ZSC konnte keinen einzigen Treffer landen.

Rang

Team

Spiele

Siege

Unentsch.

Niederlagen

Verhältnis

Diff.

Pkt

1

EV Zug 19 13 0 6 54:37 17 38

2

ZSC Lions 17 11 0 6 70:56 14 35

3

HC Davos 18 12 0 6 66:43 23 35

4

SC Bern 18 12 0 6 61:47 14 35

5

Kloten Flyers 18 12 0 6 54:49 5 33

6

Genf-Servette HC 17 11 0 6 60:43 17 32

7

Rapperswil-Jona 18 10 0 8 57:41 16 30

8

EHC Biel 17 9 0 8 46:52 -6 27

9

HC Lugano 19 7 0 12 60:72 -12 21

10

SCL Tigers 19 4 0 15 55:83 -28 15

11

HC Fribourg 19 4 0 15 34:68 -34 13

12

HC Ambri-Piotta 19 4 0 15 39:65 -26 13

Reportage & Fotos Michelle Brügger