Sechs Teams ein Ziel – der Sieg

Was erwartet sie am 88. Spengler Cup 2014 in Davos ?

HC GENÈVE-SERVETTE
Titelverteidiger Genève-Servette HC ist der dritte Schweizer Klub nach dem Hockey Club Davos und den ZSC Lions, der den Spengler Cup bisher gewinnen konnte.
Titelverteidiger Genève-Servette HC ist der dritte Schweizer Klub nach dem Hockey Club Davos und den ZSC Lions, der den Spengler Cup bisher gewinnen konnte.
Das Team von Coach Chris McSorley bezwang 2013 den CSKA Moskau im Finale verdient mit 5:3. Genève-Servette überzeugte als eingespieltes Team und gewann damit bei seiner 2. Spengler-Cup-Teilnahme nach 2010 (Out im Halbfinal) bereits erstmals den Titel. Vor den Genfern hatten mit Rekordsieger und Gastgeber Davos (letztmals 2011) sowie mit dem ZSC (1944 und 1945) erst zwei Schweizer Teams beim Traditionsturnier triumphiert. Auch dieses Jahr ist klar: Der Titelverteidiger wird der Konkurrenz richtig einheizen. Trainer Chris McSorley schaffte es trotz mehreren Abgängen, schnell ein gutes Kollektiv zu schaffen, das immer wieder durch Kampfgeist, Dynamik und attraktivem Eishockey überzeugt.
Nach der Rückkehr von Matthew Lombardi, der den Durchbruch in der NHL nicht schaffte, ist das Team zu noch mehr fähig. Lombardi war der Topscorer der letztjährigen NLA-Meisterschaft (und des Spengler Cup) und realisierte in 58 Spielen zu 23 Toren und 36 Assists. Damit war er massgeblich an der starken Saison 2013/14 mitbeteiligt, als Genève-Servette den Finaleinzug erst im siebten Halbfinalspiel gegen den späteren Meister ZSC Lions verpasste. Damit kam Genève-Servette seinem Ziel, erstmals Schweizer Meister zu werden, noch einen Schritt näher als 2012, als die Westschweizer – ebenfalls im siebten Spiel – im Viertelfinale am späteren Meister SC Bern scheiterten.
Den Titel nach Genf holen
Initialzündung für das hohe Ziel des Genève-Servette HC, den Schweizer Meistertitel in die Calvinstadt zu holen, war der Sommer 1995. Damals kehrte der Genève-Servette HC nach 15 Spielzeiten in der Erstliga in die Nationalliga B zurück. Sechs Jahre später doppelte Genève-Servette nach: Nach dem 4:0-Sieg über Chur in der Ligaqualifikation stiegen die Genfer in die höchste Spielklasse auf. Dort spielten sie zunächst nur eine untergeordnete Rolle, erreichten selten die Play-offs. In der Folge stiegen am Genfersee die Ambitionen, was sich in den erreichten Erfolgen widerspiegelt. In der Saison 2007/08 gelang Genève-Servette der grosse Durchbruch. Es konnte sich zum ersten Mal für die Finalserie um den Meistertitel qualifizieren.
McSorley – der Baumeister
Trainer Chris McSorley ist der Baumeister des Erfolges des Genève-Servette HC. Der Kanadier steht seit der Saison 2001/02 an der Bande und ist in der Zwischenzeit nicht nur Cheftrainer des Clubs, sondern auch Mitbesitzer. Er strebt immer vehement nach Vorne, will sich nie auf seinen Lorbeeren ausruhen. «Ich bin überzeugt, dass wir uns weiterhin so erfreulich entwickeln und weiter wachsen werden», so der Trainer mit grossen analytischen Fähigkeiten.
Die Spengler Cup-Zuschauer dürfen sich mit dem Gèneve-Servette HC auf eine Mannschaft freuen, die einen spektakulären und offensiven Spielstil pflegt und ihren Teil zur hervorragenden Ambiance in der Davoser Vaillant Arena beitragen wird.

KHL MEDVESCAK ZAGREB
Zagreb, die kroatische Hauptstadt, ist derzeit vor allem eishockeyverrückt. Das Team feiert in diesem Jahr ihre Spengler Cup-Premiere.
Sportverrückte Exoten
Kroatien ist ein sportverrücktes Land! Egal ob Handball, Basketball, Fussball, Volleyball, Tennis, Boxen, Skifahren oder Eishockey, die Fans strömen in Massen zu den Sport-Veranstaltungen. Zagreb, die kroatische Hauptstadt, ist derzeit vor allem eishockeyverrückt. Schlendern Besucher durch die Altstadt, weisen überall Plakate auf das Team hin, das diese Saison ihre Spengler Cup-Premiere feiert.
Seit Ende der 80-er-Jahre geht es bei Medvescak Zagreb sportlich stetig bergauf. 1989 bis 1991 dreifacher jugoslawischer Meister, holte das Team ab 1995 in der kroatischen Meisterschaft Titel um Titel. Heute ist das Team mit 18 Titeln nationaler Rekordsieger. Ohne ernsthafte Gegner im eigenen Land, suchte das Team nach Alternativen. Es spielte in der Slowenischen Eishockeyliga (2006 bis 2009) und in der Ersten Eishockey Liga Österreichs (2009 bis 2013).
Überraschend stark in der KHL
Bereits 2012 folgte der Antrag, der Kontinental Hockey League KHL beizutreten. Das Team überraschte gleich in der ersten Saison, stiess in die Viertelfinals vor. Harziger erwies sich der Start in die zweite KHL-Saison. Dies führte zu einigen Transfers zu Saisonbeginn sowie zu einem Trainerwechsel. Doug Shedden, fünffacher Spengler Cup-Teilnehmer als Trainer des Team Canada, übernahm die Mannschaft. Der Siegestrainer des Jahres 2012 wird damit erneut sehr ambitioniert an den Spengler Cup reisen.
Von Jugoslawien über Österreich in die KHL
Medvescak Zagreb ist eine sehr siegeshungrige Mannschaft. Ein Team, welches das körperbetonte nordamerikanische Eishockey pflegt. Dies kommt nicht von ungefähr, gehören dem Kader doch rund zwei Dutzend Spieler an, die aus Canada oder Nordamerika stammen.Gegründet wurde der Verein im Jahr 1961. Damals wurde die Meisterschaft vom slowenischen Club HK Jesenice dominiert, in den 70er-Jahren übernahm das slowenische HDD Olimpija Ljubljana das Zepter. Medvescak Zagreb spielte lange Zeit nur eine Nebenrolle. Erst Ende der 80er-Jahre konnte die Mannschaft die Meisterschaft mitbestimmen. Erst knapp vor dem Auseinanderbrechen Jugoslawiens gewann die Mannschaft drei Mal in Folge den Titel des Jugoslawischen Meisters und setzte diese Dominanz anschliessend in der kroatischen Eishockeyliga fort, nachdem von 1992 bis 1994 in der kroatischen Ligageschichte der Lokalrivale KHL Zagreb das Zepter übernommen hatte.
Neben der Slowenischen und Österreichischen Meisterschaft nahm das Team seit 2003 vier Mal am Continental Cup teil. Als beste Platzierung konnte 2004/05 der zweite Platz in der Gruppenphase erreicht werden.

HC SALAVAT YULAEV UFA
Der HC Salavat Yulaev Ufa ist zum dritten Mal am Spengler Cup vertreten. Das Top-Team aus Russland (KHL-Meister 2011) war 2007 und 2012 in Davos dabei.
Junge und siegeshungrige Russen
Der HC Salavat Yulaev Ufa ist zum dritten Mal am Spengler Cup vertreten. Das Top-Team aus Russland (KHL-Meister 2011) zog im 2007 in den Spengler Cup-Final ein. 2012 war in den Viertelfinals gegen Davos Endstation.
Salavat Yulaev Ufa ist eine der erfolgreichsten russischen Mannschaften der letzten Jahre. 2007 scheiterte das Team am Spengler Cup Davos im Finale am Team Canada mit 1:2. 2012 verlor es im Viertelfinale gegen den Gastgeber Hockey Club Davos. Die Mannschaft bemühte sich selber darum, am Spengler Cup erneut dabei zu sein und ist bestrebt, sich von der besten Seite zu zeigen um erneut um den Turniersieg spielen zu können.
Heimspiele vor bis zu 8000 Fans
Ufa ist seit 1991 die Hauptstadt der damals entstandenen Republik Baschkortostan. Sie liegt etwa 100 Kilometer westlich des Ural an den Flüssen Ufa und Djoma, die im Stadtgebiet Ufa in die Belaja münden. Der Eishockeyclub wurde 1957 als Trud Ufa gegründet, hiess von 1959 bis 1962 Gastello Ufa und erhielt 1962 den Namen Salavat Yulaev Ufa. Der Name ist eine Hommage an den baschkirischen Nationalhelden Salavat Yulaev, ein Freiheitskämpfer und Dichter, zu dessen Ehren auch heute noch vor jedem Heimspiel in der Ufa Arena die Ouvertüre der gleichnamigen Oper von Zagir Ismagilov abgespielt wird.
Meister im Jahr 2011
In der Saison 2010/11 gewann die Mannschaft erstmals den Gagarin-Pokal – die Siegertrophäe der Kontinentalen Hockey-Liga und feierte damit den grössten Erfolg der Klubgeschichte. In der regulären Saison hatte mit Alexander Radulow (letztes Jahr mit dem CSKA Moskau am Spengler Cup) erstmals ein Spieler des Teams die Saison als bester Scorer beendet und mit 80 Punkten einen neuen Rekord in der KHL erreicht. Headcoach war damals die Eishockey-Legende Slawa Bykov.
Eine Macht vor eigenem Publikum
2013 erzielte Ufa den 4. Rang in der KHL (Ost), scheiterte danach im Play-off-Halbfinale. Am 24. Dezember 2012, also zwei Tage vor dem Spengler Cup 2012, übernahm Wladimir Jursinow Jr. das Team. Der Sohn von Wladimir Jursinow, der einst Kloten betreut hatte, übernahm den Posten interimistisch. Daraus wurde eine längerfristige Zusammenarbeit– Jursinow wird dieses Jahr erneut als Headcoach mit Ufa nach Davos reisen. Dies mit einer von jungen, siegeshungrigen Russen geprägten Mannschaft, die durch einen Weissrussen, drei Finnen sowie den neu von Jokerit Helsinki zugestossenen kanadischen Goalie Irving Leland verstärkt wird. Vor allem in den Heimspielen in der Ufa Arena vor durchschnittlich 7200 Fans (Fassungsvermögen 8000) ist Ufa eine Macht.

TEAM CANADA
Seit 1983 spielt das Team Canada ununterbrochen am Spengler Cup. Dabei standen die Kanadier 19 Mal im Endspiel und gewannen das Turnier zwölf Mal.
20. Sieg im Blickwinkel
Seit 1983 spielt das Team Canada ununterbrochen am Spengler Cup. Dabei standen die Kanadier 19 Mal im Endspiel und gewannen das Turnier zwölf Mal. Die langjährige Zusammenarbeit ist im Jahr 2013 bis und mit dem Spengler Cup 2016 verlängert worden.
Das Team Canada ist seit jeher Publikumsmagnet des Spengler Cup und wird auch 2014 für attraktives Eishockey sorgen. Dabei kommt es bereits beim Auftakt zu einem Knüller: Am Stephanstag-Abend spielt das Team Canada gegen den Gastgeber Hockey Club Davos. Die Geschichte des Team Canada am Spengler Cup ist eine sehr erfolgreiche. Die Kanadier konnten das Turnier bereits bei ihrer ersten Teilnahme im Jahr 1984, als noch kein Finale ausgetragen wurde, gewinnen.
Immer gut für den Sieg
So entwickelte sich das Team Canada bei jeder Teilnahme zu einem Turnierfavoriten. Zuletzt gewann es 2012 im Finale gegen den HCD mit 7:2. Im Vorjahr war das Halbfinale Endstation. Die Kanadier verloren damals gegen den späteren Sieger Genève-Servette HC mit 5:6. Ein Coup gelang den Ahornblättern zwischen 1995 und 1998, als gleich vier Spengler Cup-Siege in Folge eingefahren werden konnten. Zwischen 2000 und 2003 standen vier Mal in Folge die gleichen Mannschaften im Endspiel: Der HC Davos und das Team Canada. Nach zwei Siegen der Lokalmatadoren gelang den Kanadiern gleich eine doppelte Revanche. 2007 gewann das Team Canada im Finale mit 2:1 gegen den HC Salavat Yulaev Ufa. Die darauffolgenden fünf Jahre stand Canada dann zwar drei Mal im Finale, konnte aber erst 2012 wieder reüssieren.
Gegenseitiger Respekt
Die Zielsetzung vom Team Canada am Spengler Cup ist immer die gleiche, unabhängig von den Resultaten der Vergangenheit: Es will jeden Wettbewerb gewinnen, bei dem es antritt.
Der Respekt zwischen dem Team Canada und dem Hockey Club Davos beruht auf Gegenseitigkeit. Die Teilnahme der Kanadier verleiht dem Spengler Cup viel Attraktivität. «Sie sorgen für Stimmung, sind sportlich stark und garantieren dem Spengler Cup TV-Übertragungen in Kanada mit sehr guten Einschaltquoten», erklärt Fredi Pargätzi, OK-Präsident des Spengler Cup. Im Gegenzug ist es eine Ehre für die Spieler des Team Canada, für das Traditionsturnier aufgeboten zu werden.

JOKERIT HELSINKI
Jokerit Helsinki ist ein am Spengler Cup bekanntes Team. Insgesamt lief es zwischen 1983 und 2003 sechsmal auf, zuletzt im Jahr 2003. Einen Finaleinzug schaffte es indes nie.
Der Spengler Cup Sieg fehlt noch
Jokerit Helsinki ist ein am Spengler Cup bekanntes Team. Insgesamt lief es zwischen 1983 und 2003 sechsmal auf, zuletzt im Jahr 2003. Einen Finaleinzug schaffte es indes nie. Sein bestes Resultat erzielte es 1997 mit dem 3. Rang.
2014, das ist für Jokerit Helsinki der Start in eine neue Ära.
Die Finnen spielen ihre erste Saison in der KHL und sind erstmals nach 2003 wieder am Spengler Cup zu Gast. Gegründet wurde Jokerit Helsinki 1967 und erhielt bald Kultstatus. 1973 feierte die Mannschaft erstmals den finnischen Meistertitel, weitere fünf Titel folgten (1992, 1994, 1996, 1997, 2002). Beim Spengler Cup mit dabei war Jokerit Helsinki in den Jahren 1983,1993 1996, 1997, 2000 und 2003.
Die Finnen konnten in ihrer jungen Klubgeschichte bereits Vieles gewinnen. Sie feierten sich 1995, 1996 und 2003 (Finalturnier in Lugano) als Europas bestes Klubteam in der Euroliga, dem späteren Continental Cup. Den Spengler Cup, als einziges wichtiges Clubturnier in Europa, fehlt aber noch im Palmares.
Ab dieser Saison in der KHL
Dem Engagement von Jokerit Helsinki in der KHL stand der Verkauf der Heimstätte der Finnen zu Grunde. Der Finne Harry Harkimo hat zwar die Aktienmehrheit des Vereins behalten. Die 1997 erbaute Hartwall Areena (Fassungsvermögen 13’000 Zuschauer), in der 2012 und 2013 Weltmeisterschaften stattfanden, verkaufte er aber an Gennadi Timtschenko, den durch Ölhandel reich gewordenen Russen sowie das russisch-finnische Brüderpaar Arkadi und Boris Rotenberg.
Kapanen und Hagmann
Der Kader von Jokerit besteht aus einer guten Mischung finnischer Talente, bekannter Akteure und motivierter «Importspieler». Es spielt diszipliniertes und defensiv ausgerichtetes Eishockey, schafft es aber immer wieder viel Druck aufs gegnerische Tor auszuüben. Derzeitiger Captain ist Niko Kapanen. Kapanen spielte lange in der NHL und seit 2008 in der damals neu gegründeten KHL. Kapanen gab aber auch ein Gastspiel in der Schweiz, dies während des Lockouts in der NHL-Saison 2004/05. Ein anderes, in Davos bekanntes Gesicht, ist Niklas Hagmann. Der Flügelstürmer spielte während des Lockouts für den HC Davos. Er hatte massgeblichen Anteil am Schweizer Meistertitel.
Als Baumeister des Erfolgs gelten General Manager Jari Kurri sowie Trainer Erkka Westerlund. Westerlund war mehrmals Trainer von Jokerit sowie der finnischen Nationalmannschaft. Mit dem Nationalteam gewann er an Olympischen Spielen sowie Weltmeisterschaften Silber und Bronze (Olympia: 2006 und 2014/WM: 2007 und 2014, resp. 2006). Der langjährige NHL-Spieler Jan Kurri wurde vor allem als Partner von Wayne Gretzky bekannt, der ihm insgesamt 60 Prozent seiner Tore auflegte, obwohl sie nicht immer in einem Team spielten.

HC DAVOS
Am Spengler Cup wird sich der Hockey Club Davos als stolzer und guter Gastgeber zeigen und auf dem Eis für interessante Duelle sorgen.
Der Gastgeber ist sportlich Top
Der Hockey Club Davos steckt im Neuaufbau. Nichtsdestotrotz überrascht er in der Meisterschaft mit einem starken Saisonstart. Am Spengler Cup wird er sich als stolzer und guter Gastgeber zeigen und auf dem Eis für interessante Duelle sorgen.
In seiner 19. Saison beim Hockey Club Davos schafft es Headcoach Arno Del Curto einmal mehr, eine erfrischend und erfolgreich aufspielende Mannschaft zu stellen. Dies trotz den Abgängen von fünf Stammspielern. Der HCD will seine Top-Form weiterziehen und mit in den Spengler Cup nehmen. Dieser startet mit dem Knüller Davos gegen das Team Canada. «Das ist ein richtiges Derby, wie HC Lugano gegen den HC Ambri-Piotta in der National League A. Für uns ist das ein super Auftakt, den wir unbedingt gewinnen wollen», freut sich Hockey Club Davos-Trainer Arno Del Curto. 2013 war der Spengler Cup für den HCD nach dem Halbfinale gegen den CSKA Moskau (4:5 nach Penaltyschiessen) gelaufen. Dennoch kann der Gastgeber in der Ära von Trainer Arno Del Curto auf fünf Siege und weitere sechs Finalteilnahmen zurückblicken. Besonders schön war der 15. Spengler Cup-Sieg 2011 – im Finale gegen Dinamo Riga krönte der 30fache Schweizer Meister das Jubiläumsjahr
«90 Jahre Hockey Club Davos».
Auch im diesem Jahr würde es niemanden überraschen, wenn sich der Gastgeber trotz harter Konkurrenz für das Finale qualifizieren könnte.
HCD gleich Spengler Cup
Die Geschichte des Hockey Club Davos ist eng mit derjenigen des Spengler Cup verbunden.
Paul Müller gründete zu Beginn des Jahres 1921 den Hockey Club Davos. Bereits im ersten Jahrzehnt gewann der Verein fünf Meistertitel. Den ersten 1926 mit einem 4:2-Sieg gegen Gstaad. Zwei Jahre nach der Gründung des Vereins war es 1923 Dr. Carl Spengler, der den Spengler Cup aus der Taufe hob. Die Gruppennamen des Spengler Cup sind eine Homage an den ni-Sturm. Der legendäre Sturm mit Bibi Torriani sowie Hans und Pic Cattini bildet in den Dreissiger- und Vierzigerjahren während eineinhalb Jahrzehnten die Davoser Paradelinie und machte die Musik auf dem Eisfeld im Landwassertal.
Meisterstar kehrt zurück
Zwischenzeitlich kannte der HCD aber auch Tiefen. Doch seit er 1993 unter Mats Waltin wieder A-klassig geworden ist, ging es wieder aufwärts. In der Blütezeit unter Arno Del Curto werden gar wieder regelmässig Schweizer Meister Titel gefeiert: 2002/05/07/09/11. Jeder Titelgewinn hat natürlich seine eigene Geschichte. Besonders spektakulär – weil gänzlich unerwartet – war der Titel Nummer 27 unter Mitwirkung der NHL-Cracks Joe Thornton, Rick Nash und Niklas Hagman. Hagman wird dieses Jahr nach Davos zurückkehren. Als Spieler des Spengler Cup-Gastteams Jokerit Helsinki.

Von Heute bis zu den Anfängen
Der Davoser Arzt Dr. med Carl Spengler – Sohn von Dr. Alexander Spengler, der den Grundstein für den Kurort Davos gelegt hatte –, war ein begeisterter Anhänger des 1921 gegründeten HC Davos. Im Bestreben, seinen Klub zu unterstützen, gleichzeitig aber auch mit sportlicher Kontaktaufnahme die durch den Ersten Weltkrieg verfeindeten Nationen wieder zusammenführten, stiftet er auf Weihnachten 1923 einen Wanderbecher. Er will damit, so heisst es in der Stiftungsurkunde, den einst feindlichen Nationen Gelegenheit bieten, im friedlichen Kampf ihre Kräfte zu messen und sich kameradschaftlich die Hand zu reichen. Die Geschichte des Spengler Cup von heute bis zu den Anfängen..
2013 – Erster grosser Titel für Servette
Genève-Servette HC gewann das Finalspiel gegen den CSKA Moskau mit 5:3 und feierte damit den ersten grossen Titel in der Vereinsgeschichte. Die Westschweizer waren die dritte Schweizer Mannschaft, die den Spengler Cup gewinnen konnten. Neben dem Rekordsieger Gastgeber Davos siegten die ZSC Lions in den Jahren 1944 und 1945.
2012 – Triumphzug des Team Canada
Der NHL-Lockout machte den Spengler Cup zum Eishockeyfest. Der Turniersieg konnte nur über das spektakulär besetzte Team Canada führen. Schliesslich gewannen dieses im Finale gegen Gastgeber Davos mit 7:2 und feierten damit ihren zwölften Sieg am Davoser Traditionsturnier
2011 – 15. Sieg durch den HCD
Gastgeber Davos konnte erstmals seit 2006 und zum insgesamt 15. Mal den Spengler Cup für sich entscheiden. Der HCD bezwang im Endspiel KHL-Vertreter Dinamo Riga mit 3:2.
2010 – Mit neuem Modus
Erstmals nahmen am Spengler Cup sechs Teams teil. Dank dem neuen Modus wurde das Turnier wieder spannender. Der Sieg ging an den SKA Sankt Petersburg (RUS).
2009 – Erster weissrussische Sieg
Dynamo Minsk sorgte mit einem 3:1-Sieg im Finale über Gastgeber HC Davos für den ersten weissrussischen Sieg in der 83 Jahre alten Turniertradition. Held des Finalspiels war weissrusslands Nationalgolie Andrei Mezin, der auch zum Goalie des Tuniers gewählt wurde.
2008 – Pokal an die russische Hauptstadt
Der Sieger hissen nach einem 5:3-Sieg gegen das Team Canada Dynamo Moskau. Die Russen holten die Trophäe nach 17 Jahren wieder in die russische Hauptstadt.
2007 – Letzter Sieg des Team Canada
Nach vier Jahren konnte des Team Canada wieder gewinnen. Es besiegte im Finale die russische Topmannschaft Salawat Julajew Ufa mit 2:1.
2006 – 80. Austragung mit zwei neuen Teams
Zum ersten Mal waren Chimik Mytischi (Russ) und Mora IF (Sd) an der 80. Austragung des Spengler Cup dabei. Im Finalspiel setzten sich die Gastgeber gegen das Team Canada nach frühem 0:2-Rückstand mit 3:2 durch.
2005 – Magnitogorsk verzaubert Publikum
Metallurg Magnitogorsk hiess der Sieger. Die Russen bezwangen das Team Kanada mit 8:3. Damit gewann erstmals seit 1991 wieder eine russische Equipe.
2004 – Finale live im tschechischen TV
Davos gewann im Final gegen Sparta Prag (2:0). Den Wert der Veranstaltung dokumentierte, dass das Endspiel im tschechischen TV live übertragen wurde. Und dazu passte Rick Nashs durchaus nüchtern formulierter Schlusssatz: «Ich denke, dass nur der Stanley-Cup und die WM ein höheres Rating haben.» Goalie Jonas Hiller war der Held des Davoser Teams.
2003 – Zehnter Sieg des Team Canada
Es gewann das Team Canada durch einen 7:4-Sieg über den gastgebenden HC Davos. Die kanadische Auswahl sicherte sich zum zehnten Mal seit 1984 den Turniersieg und verteidigte zudem den Titel.
2002 – Ausverkauft
ZSC-Stürmer Jan Alston schoss mit zwei Toren das Team Canada zum 3:2-Finalsieg gegen den HC Davos. 84’480 Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten die elf Partien – das Turnier war ausverkauft.
2001 – Die Titelverteidigung
Davos kann seinen Titel verteidigen und gewinnt mit 4:3 (n.V.) gegen das Team Canada.
2000 – Davoser Auferstehung
Der Hockeyclub Davos unter Trainer Arno Del Curto gewann den Spengler Cup erstmals nach 42 Jahren wieder.
1997 – «Mr. Spengler Cup» Andy Murray
Das Team Canada gewann zum dritten Mal in Serie, zum sechsten Mal unter Trainer Andy Murray und zum insgesamt siebten Mal. Damit wird Murray zum «Mr. Spengler Cup».
1996 – Erstes AHL-Team
Mit den Rochester Americans spielte erstmals ein amerikanisches Profiteam aus der AHL am Turnier.
1993 – Erster skandinavischer Sieg
Der Aufschwung des skandinavischen Eishockeys kam auch in Davos zu Geltung. Als erste schwedische Mannschaft feierte 1993 und 1994 Färjestad den Turniersieg. Beide Male setzten sie sich im Endspiel gegen den verstärkten HC Davos im Schlussdrittel entschieden durch. Zweimal hiess der Gegner HC Davos mit Wjatscheslaw «Slawa» Bykow und Andrej Chomutow vom HC Fribourg-Gottéron als Verstärkungsspieler. 1994 gesellte sich Dimitir Juschkewitsch dazu.
1990 – Neue Dimensionen
In den Neunziger-Jahren veränderte sich der Spengler-Cup unter der neuen Leitung von Fredi Pargätzi vor allem im Umfeld. Die Vermarktung des populären Turniers wurde professioneller angepackt, der Pflege der Sponsoren gebührend Platz eingeräumt. Der Umsatz nahm neue Dimensionen an. Der höhere Gewinn wurde ein wichtiger Bestandteil für die Rückkehr des HC Davos in die oberste Schweizer Spielklasse. Für die HCD-Klubkasse bildete der Spengler-Cup ein bedeutendes Standbein. Im sportlichen Bereich bemühte sich Pargätzi wie sein Vorgänger erfolgreich um Mannschaften aus den führenden Eishockeynationen.
1988 – zwei nordamerikanische Teams
Mit dem Team Canada und den USA Selects nahmen zwei nordamerikanische Teams teil. Der Torschützenkönig war aber mit Sergei Prijachin von Krilija Moskau ein Russe.
1986 – Wieder mit Finalspiel
Erstmals in der Neuzeit des Turniers wurde dieses mit dem Finalspiel an Silvester abgeschlossen. Das Team Canada unterlag Sokol Kiew mit 6:9.
1985 – Team Canada
Als geschickter Schachzug des damaligen OK-Präsidenten Fredy Gfeller erwies sich ab 1985 die Verpflichtung des Team Canada. Mit ihrem sprichwörtlichen Kampfgeist, ihrem generösem Engagement auf dem Eis und ihrem Nie-Aufgeben spielen sich die Überseer sofort in die Herzen der Zuschauer. Über 62’000 Zuschauer erleben den Spengler Cup live.
1983 – Erstmals alle Sitzplatzkarten verkauft
Erstmals wurden alle Sitzplatzkarten im Vorverkauf abgesetzt. Über 54’000 Zuschauer wollten den Spengler Cup sehen.
1981 – neu mit Collegeteam
Erstmals seit 1967 nahm mit dem US-Amerikanischen Collageteam Minnesota wieder eine Mannschaft aus Übersee teil. Der HK Spartak Moskau verteidigte den 1980 erstmals gewonnenen Titel.
1980 – Wieder mit dem HCD
Nach sechs Jahren nahm erstmals wieder der verstärkte HC Davos anstelle des Nationalteams teil.
1979 – Erstmals unter Dach
Erstmals wurde das Turnier unter Dach ausgetragen. Die Zuschauerzahl wuchs Sprunghaft um 11 Prozent auf erstmals über 40’000.
1978 – Dukla Jihlava zum Vierten
Der ASD Dukla Jihlava gewann zum vierten Mal nach 1966, 1967 und 1969.
1977 – Dritter Sieg für SKA Leningrad
Das Turnier war geprägt von Schneefall, Abbrüchen und Absagen. Zum dritten Mal wurde es im Penaltyschiessen entschieden. Der SKA Leningrad gewann drei seiner vier Partien und damit zum dritten Mal das Turnier – nach 1970 und 1971. Der Gastgeber HC Davos nahm wie in den Vorjahren nicht am Turnier teil und wurde durch die Schweizer Nationalmannschaft vertreten.
1976 – Jubiläumsturnier
Das B-Team der UDSSR gewann die 50. Austragung. Das Prinzip des Klubturniers drängte sich aber wieder in den Vordergrund.
1971 – Mit Japanischer Olympia-Auswahl
Die japanische Olympia-Auswahl tourte vor den Olympischen Spielen Sapporo 1972 durch Europa und überrascht mit Rang 3.
1968 – Dritter Sieg durch Dukla Jihlava
Dukla Jihlava gewann das Turnier zum dritten Mal in vier Jahren.
1967 – Erstmals mit Russen
Mit Lokomotive Moskau betraten erstmals russische Spieler das Davoser Eis. Dank eines 8:4 über die Kingston Aces aus Kanada gewannen sie das Turnier auf Anhieb. In der Folge zählten während Jahren die Duelle zwischen sowjetischen und den tschechoslowakischen Mannschaften zu den absoluten Höhepunkten des Turniers.
1961 – Erstmals in sechs Länder übertragen
Via Eurovision wurde der Spengler Cup erstmals in sechs Länder übertragen.
1960 – Erstmals auf Kunsteis
Erstmals fand der Spengler Cup auf Kunsteis statt und das Fernsehen übertrug.
1958 – Der Wärmeeinbruch
Das Turnier litt unter Wärmeeinbrüchen. Das Endspiel zwischen Davos und Mailand (6:2) fand erst am 27. Januar 1959 statt.
1950 – Dritter Mailänder Sieg
Nach einem Jahr Unterbruch gewann Diavoli Milano das Turnier zum dritten Mal nach 1934 und 1935.
1946 – fünfter Prager Sieg
Der LTG Prag gewann das Turnier zum fünften Mal.
1939/1940 – Absage durch Weltkrieg
Nach dem Ausbruch des zweiten Weltkriegs werden diese Turniere abgesagt. Basel, ZSC, Arosa/Bern und Davos spielten um die Coupe de Davos.
1938 – Wiederholung im Februar
Nach einer Schlägerei wurde das Entscheidungsspiel Prag gegen Davos abgebrochen und im Februar wiederholt.
Der HCD gewinnt 1:0.
1935 – Boxeinlagen auf den Rängen
Erstmals wurde der Spengler Cup im Schweizer Radio übertragen. Zudem konnte es wegen einem fragwürdigen Schiedsrichterentscheid im Finalspiel zwischen Diavoli Milano und dem HCD zu Boxeinlagen auf den Zuschauerrängen. Die Italiener gewannen mit 2:1.
1933 – Zweiter HCD-Sieg dank Torriani
Tore blieben auch dieses Mal Mangelware. Ein Treffer Bibi Torrianis entschied den Match zwischen dem HCD und Rapid Paris zugunsten des Platzklubs.
1932 – zwei Sieger
In die Annalen ging auch das Endspiel zwischen dem LTC Praha und Oxford University im Jahr 1932 ein. Es blieb selbst nach der Verlängerung torlos, worauf beide Mannschaften zum Turniersieger erklärt wurden.
1927 – erster Sieg des HCD
Mit einem 3:2-Finalerfolg über Berlin feierte der HC Davos seinen ersten Spengler Cup-Erfolg.
1926 – 5:5 nach drei Stunden
Das Finalspiel zwischen Berlin und Davos endete im Schneefall und nach knapp drei Stunden mit 5:5. Es wurde am 5. Januar wiederholt. Berlin gewann mit 2:1.
1924 – mit 15 Teams
15 Teams kämpfen um den Sieg. Den Siegerpokal nahm der Captain des Berliner SC nach dem Finalsieg gegen den HCD in Empfang. Mit diesem sowohl zahlenmässig als auch qualitativ stark besetzten Turnier wurde Davos auf einen Schlag zum Eishockeyzentrum Europas. Der Spengler Cup wurde während langer Zeit als ungekrönte Europameister, der Pokal entsprechend seinem Wert als Trophäe dem berühmten Davis Cup der Tennisspieler gleichgestellt.
1923 – der erste Spengler Cup
Die allererste Spengler Cup-Partie hiess Wiener EV gegen Berliner SC. Neben dem ersten Sieger Oxford gehörte Cambridge University und Hockey Club Davos zu den teilnehmenden Mannschaften. Das Turnier endete wegen starken Schneefällen und Lawinenniedergängen erst am Neujahrstag 1924.
27 Sieger in 86 Jahren
Oxford University hiess der erste Sieger des Spengler Cup im Jahr 1923. Seither reihten sich 27 Teams in die Siegerliste ein. Der Hockey Club Davos ist mit 15 Turniersiegen der Rekordsieger vor Team Canada mit elf Erfolgen.

Quelle: www.spenglercup.ch