Schlittenhunde WM 2014 in Kandersteg – Nachtrennen

Mit Vollspeed in die dunkle Nacht
Start der Weltmeisterschaft der Sleddogs vom 13. – 16. Februar 2014 in Kandersteg.

Höllenritt durch die Nacht
Bereits am Mittwoch12. Februar 2014 wurde der Stake-Out für die zwei- und vierbeinigen Athleten geöffnet. So konnten sich die Musher in aller Ruhe einrichten und die Hunde mit der neuen Umgebung sowie ihren lautstarken Nachbarn „.anfreunden“. Erst am Donnerstag, nach einem Anmelde und Registratur-Marathons wurde die Wettkampfstimmung angeheizt. Der Auftakt der viertägigen Sleddog Weltmeisterschaft machte die Kategorie der Mitteldistanzer. Bei stürmischen Winden und heftigem Schneefall starteten 28 Teams in vier verschiedenen Kategorien auf die 18.8km lange Strecke. Ab Morgen müssen sie allerdings über die doppelte Distanz vom 36 Kilometer gehen. Die grösste Kategorie DL1 stelle mit 13 Gespanne, bestehend aus 3 bis max. 6 Siberian Huskys ein beachtliches Feld für den Prolog dar. Die Musher aus Deutschland bilden das grösste Starterfeld mit sieben Teilnehmern vor zwei Französichen, einem Schweizer, einem Italienischen, einem Lichtensteinischen und einem Gespann aus Schweden.
Die einzige Starterin der Kategorie DL2 aus Deutschland, Sabine Scholerer geht mit 3-6 *schweren“ Hunden (Alaskan Malamut, Samoyed oder mit Greenland-Dogs) an den Start.
In der Kategorie DU1 „müssen“ mindestens 7 Siberian Husky eingespannt werden und der Musher muss mindestens 18-jährig sein. Sechs der zehn Teams kommen ebenfalls aus Deutschland. Donato Egli und Andy Matsch starten für die Schweiz. Aus Frankreich ist ebenfalls ein heisser Favorit, Patrick Fournier angereist sowie Lazaro Martinez Sons aus Spanien.
Bei der Kategorie DS kämpften vier Teams als Skijörer oder als Pulka-Lenker mit 1-2 schnellen Siberian Huskys. Bei heftigem Schneefall rassen die ersten Teams um 18:30 auf den Trail. Schnell entschwinden die 28 Gespanne im Zweiminuten-Rhythmus vom Startgelände in die Dunkelheit. Nur mit Stirnlampen „bewaffnet“ mussten die Musher (Schlittenhundeführer) die Strecke im Dunkeln finden. Die Hunde haben bei diesen Sichtverhältnissen keine Probleme.

Mit einer Durchschnittlichen Geschwindigkeit von 25,626 Km/h erreicht Andreas Kraft GER nach 44:49,4 in der Kategorie DU1 das Ziel. Bereits 2:08,9 Min. Rückstand verbucht seine Landsmännin Daniela Bigalke. Der Franzose Patrick Fournier vermeldet auf die schnellste Zeit 4:01,5 Min. Rückstand. Donato Egli aus der Schweiz beendet den Prolog als Vierter, mit 4:19,4 Min. Rückstand. Andy Matsch lief in der ersten Prüfung eine Zeit von 55:29,4 Min. mit 8:53,0 Min. Rückstand als siebter durchs Ziel.
Die Bestzeit in der Kategorie DL1 setzt Sandrine Muffat aus Frankreich. Sie bewältigt die 18.8km in 50:41,8 Minuten. Nur neun Sekunden Zeitverlust muss Malin Sundin aus Schweden einstecken und auch Edi Lussmann aus Lichtenstein verliert nur gerade 53 Sekunden auf die Schnellste. Mona Suter, die einzige Schweizerin in dieser Kategorie, beendet das erste Rennen in einer Zeit von 1h03:24,7 was ein Zeitrückstand von 12:42,9 Min. und dem 12 Platz ergibt.
Beim Skijöring mit maximal zwei Siberian Husky erreicht Joserra Lebron aus Spanien nach 1h14:14,7 das Ziel. Die beiden Deutschen Teilnehmer, Klaus Holtmann und Achim Kölzow verlieren 2:13,4 Min und 14:42,0 Minuten auf die Bestzeit. Die Russin Ekateria Zhukova braucht 1h29:47,0 und belegt so den vierten Tagesplatz.
Bereits Morgen um 08:00 Uhr müssen die Mitteldistanzer vorbereitet und ausgeschlafen zum Start über 34 Kilometer bereit sein. Das gibt für alle Beteiligten eine kurze Nacht.

Reportage & Bilder: A. Derungs