82. Internationaler Auto-Salon Genf 2012

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Der Internationale Auto-Salon Genf, vom 8. bis 18. März 2012, ist traditionell die erste europäische Automesse des Jahres. Auf 102.000 Quadratmetern werden im Messekomplex Palexpo rund 700 Marken präsentiert und jährlich rund 700.000 Besucher erwartet. Mittlerweile gehört der Genfer Autosalon zu den wichtigsten Automessen weltweit.

Eine „Tradition“ zum anfassen

Zum ersten Mal fand die Schweizer Messe im Jahr 1905 als „Nationale Automobil- und Fahrradausstellung“ statt. Seither öffnet sie jährlich Anfang März für rund zwei Wochen ihre Pforten. Wie keine andere Messe steht der Automobilsalon am Lac Léman auch für eine Vielzahl von Studien, Exoten, Supersportlern und Kleinserienmodellen. Zunehmend an Bedeutung gewinnen auf dem Auto Salon Genf auch die alternativen Antriebe. Nahezu alle Hersteller zeigen in Genf ihre neuesten Elektro-, Brennstoffzellen- oder Hybridautos. Im „Pavillon Vert“ des Genfer Autosalons stehen zudem diverse Elektro- und Wasserstoffautos für die Besucher zur Probefahrt bereit. Rassige Sportwagen und flotte Stadtvehikel prägen auf dem Genfer Salon das Bild bei den grossen Herstellern. Nach dem erfolgreichen Start ins automobile Verkaufsjahr 2012 geben die Hersteller auf ihren Ständen im Palexpo ordentlich Gas.
Als besondere Publikumsmagnete zeigen sich der Ferrari F12 Berlinetta als 740 PS starker V12-Nachfolger des 599, der 560 PS starke BMW M6 und der um 10 PS auf 460 PS leistungsgesteigerte Maserati Gran Turismo Sport. Nicht minder interessant sind die sportlichen Versionen vor allem der europäischen Hersteller wie der Mercedes SL 63 AMG (537 bzw. 564 PS), der Mini Countryman John Cooper Works (218 PS), die Studie des kommenden Citroën DS4 Racing (265 PS) und der Opel Astra OPC (280 PS).

Die heimlichen Stars…

Mit Chancen auf hohe Verkaufszahlen sind die Weltpremieren in der Kompaktklasse die neue Mercedes A-Klasse. Sie tritt mit dynamisch gestylter Karosserie sowie vielen Technikmodulen aus der bestehenden C-Klasse gegen den 1er BMW an. Der kleine Peugeot 208 soll mit neuem Markendesign und verbessertem Raumangebot an die Verkaufserfolge des Urahns 205 aus den Achtzigerjahren anknüpfen. Der fünftürige Volvo V40 ist das bisher fahraktivstes Modell der Schweden, nicht zuletzt dank der Mitwirkung des Schweizer Rennfahrers Neel Jani an der Fahrwerksentwicklung. Zudem verfügt der Golf-Konkurrent als erstes Fahrzeug weltweit über einen Frontairbag zum Fussgängerschutz. Das Kompakt-SUV Opel Mokka verfügt über die Ausmasse eines Astra und die Bestückung mit Fahrassistenten wie ein Insignia. Neu im Bereich der Vans sind der günstige Dacia Lodgy mit bis zu sieben Plätzen und der deutlich kleinere Fiat 500L als Nachfolger des Idea. Peugeot und Citroën, gerade erst durch die neue Allianz mit General Motors ins globale Rampenlicht gerückt, zeigen ihre Resultate bereits funktionierender Partnerschaften. Die beiden urbanen Kompakt-SUV Peugeot 4008 und der Citroën C4 Aircross sind clever interpretierte Ableger des Mitsubishi ASX. Renault verfolgt mittlerweile fast als einziger Hersteller konsequent den eingeschlagenen Weg mit vollelektrischen Fahrzeugen und präsentiert den kompakten Zoë Z.E. im Format eines Clio und mit 82 PS kräftigem Elektromotor, der eine Reichweite von 160 Kilometern schaffen soll. Für Glanzlichter im Bereich der besonders eleganten Oberklassefahrzeuge sorgen das viertürige BMW 6er Gran Coupé und die edle Studie Touring Superleggera auf der Plattform des Alfa 8C und im Retrodesign des Alfa Disco Volante.

Quelle: www.auto-illustrierte.ch
Reportage & Bilder: Andrea Derungs